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Steinofenpizza

Steinofenpizza
In Italien, wo die Pizza bekanntlich herkommt (auch wenn sich die Pizzagelehrten und die Pizzaköche noch darüber streiten), kennt man ja nicht seit Urzeiten eine Elektroherd oder gar einen Pizza Konvektomaten. Nein, die ersten Versuche aus einem Teig so etwas wie ein Pizza herzustellen, wurden ganz sicher in einem Steinofen gemacht. Wie wohl die ersten Pizzen entstanden sind? Vielleicht wurden in den Steinöfen Brot gebacken und die Brotreste wurden mit Gemüsenresten, mit Fleischresten, mit getrockneten Früchten oder einfach mit dem übrig gebliebenen Essen belegt und mit der Resthitze des Backofen überbacken. Das muss ja wohl sehr gut geschmeckt haben. Die Pizzaexperimente gingen wohl weiter, vielleicht auch mit Bergkäse oder sonstigen Hartkäsen (Pizzaweichkäse gab es erst später).

Der Brotpizzateig wurde flach geklopft und in Fladen (ab wann kann man von Pizzafladen sprechen?) umgearbeitet und dann erst belegt. Es müssen ja nicht immer Früchte oder Gemüse gewesen sein. Einfache Gewürze wie Oregano oder Thymian oder auch Kräuter der Provence (so hießen sie in den Anfangszeiten der Pizzaentwicklung wohl nicht, aber egal) taten es ja auch und die erste Steinofenpizza war sicher ein Pizzabrot. Davon gehen wir einfach mal aus. Klingt ja auch besser als eine öde Bezeichnung als Fladenbrot oder Brotplatte. Die Spezialität des Steinofens ist seine lange anhaltende Hizte, die auch dann noch lange anhält wenn der Ofen bereits von Feuer und der Feuerkohle befreit ist. Das Backen der Pizza kann in einem großen Steinofen mit brennendem Holzfeuer geschehen. Dies sieht man heutzutage in vielen Pizzerien, die einen Steinofen als dekoratives Element verwenden. Aber nicht nur als Pizza Dekostück, nein die Pizzaköche bereiten in diesem Holzofen ihre auch wirklich Pizzen zu. Nur muß nur sehr aufpassen, denn die Temperatur ist sehr hoch und die Pizzen verbrennen schnell, haben dafür aber auch ein sehr interessantes Röstaroma und sind auch sehr heiß beim anschließenden Servieren der Holzofenpizza. Gemütlicher und nicht so heiß geht es beim Zubereiten im Steinofen zu, der bereits von allen Holzresten und Ascherückständen befreit wurde. Die Hitze wird langsamer an die Pizza abgegeben. Die Röstaromen sind nicht so intensiv. Der Pizzarücken oder die Pizzaunterseite sind nicht leicht schwarz sondern bräunlicher. Die Pizza-Kruste (Pizzarand) ist ebenfalls nicht so hart wie beim befeuertem Steinofen. Im Gegensatz zu den Grillgeräten der heutigen Küchengeräte-Generation wird die Hitze im Pizzaofen oder Steinbackofen nicht direkt an das Gargut abgegeben, sondern im Ofen für längere Zeit gespeichert. Daher sind die Pizzaöfen aus besonderen Materialien, die die Hitze gut halten wie z.b. Schamottstein oder Lehm hergestellt. Neben dem Showeffekt eines Feuers und dem schon fast anarchisch zu nennenden Kochvorgangs, ist das Backen einer Pizza im Steinofen ein einmaliges Erlebnis, das vom Kind bis zum Gourmetkoch alle begeistert.

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